Bayernfeige Violetta

Eigenschaften
- Unkomplizierte Pflanze, mit schönen, großen und gesunden Blättern.
- Keine Krankheiten und keine Schädlinge (nur selten im Gewächshaus Rote Spinne)
- Süße, farbige Früchte, außergewöhnlich reichtragend.
Die Bayernfeige Violetta (S) ist eine der winterhärtesten Feigen, aber nicht wie irrtümlich immer wieder behauptet vollkommen winterhart.

Haltung und Winterschutz

Die Bayernfeige Violetta (S) ist gut frosthart wenn diese an einem günstigen Standort ausgepflanzt und mit Flies eingepackt worden ist. Vorteilhaft wäre auch eine Mulchschicht über dem Wurzelbereich. Wenn Sie diesen Winterschutz ausführen, frieren die Äste nicht zurück und fruchten wieder voll. In Bayern empfehlen wir grundsätzlich ein Auspflanzen nur im Frühjahr, somit können die Wurzeln über den Sommer im Erdreich richtig Fuß fassen. Am Besten pflanzt man die Feige an einer geschützten Hauswand in Süd / Süd-Ost oder Süd-West. Die Pflanze sollte mindestens dreijährig sein.

Aber auch als Kübelpflanze ist die Violetta gut geeignet und problemlos. Hier muss auf eine gute Wasser- und Düngeversorgung geachtet werden. Benutzen Sie einen großen Topf und gute Blumenerde, die Sie evtl.  Kompost mischen, denn bei Dünge- oder Wassermangel oder auch bei überhitzter Erde im Topf werden als erstes die Früchte abgeworfen (Topf vor zu großer Sonneneinstrahlung und Erwärmung mit einem Übertopf oder Rohrmatte schützen oder im Garten in die Erde versenken).
Kurzzeitige Fröste sind kein Problem. Der Überwinterungsraum für Topffeigen kann auch dunkel sein, da die Blätter im Winter abfallen. Temperaturen von +2°C bis +5°C wären ideal. Lassen Sie die Pflanzen aber nicht austrocknen. Gut ist ein spätes Einräumen der Pflanzen ca. Anfang November und ein frühes Wiederausräumen Anfang / Mitte März. Einem Vortreiben in Wohnräumen ist abzuraten, da dann ein großer Teil der Früchte für die Sommerernte abfällt.

Dicht an eine Mauer oder Hauswand geschmiegt und vor kalten Winden geschützt, haben die Feigenbäume die besten Überlebenschancen. Besonders praktisch ist hier eine Erziehung am Spalier. Für einen guten Winterschutz gilt: Den Wurzelbereich im Herbst anhäufeln oder mit einer dicken Mulchschicht (Laub, Stroh, Häcksel) bedecken. Das Spalier ab minus 15 Grad C vollständig mit Vlies oder Sackleinen verhängen).

Ernte

Die erste und eigentlich wichtigste Ernte beginnt meistens Ende Juli-Anfang August. Mit jedem Blatt kommt auch eine Frucht. Die 2. Ernte erfolgt dann Oktober bis November, je nach Klima und Jahr. Leider wird aber dann nur ein kleiner Teil der Früchte noch reif.

Düngung

Wichtig ist auch, dass die Pflanze vor der Frostperiode noch einmal gründlich gewässert wird. Staunässe oder im Untersatz zurück bleibendes Wasser verträgt die Violetta nicht. Im Sommer sollte Violetta nicht trocken und immer gut genährt  werden. Beste Düngeergebnisse erreichen Sie mit Violetta-Spezialdünger. Düngen Sie alle vier bis sechs Wochen einmal, sobald die ersten Blätter spitzen ausstreiben, bis Ende Juli. Als Ersatz eignet sich Guano Langzeitdünger.

Bitte bedenken Sie, dass Violetta mehr Dünger und Wasser während der Vegetationszeit braucht als z. B. eine Datura. (Vor allem, wenn Violetta im Topf gehalten wird!)

Rückschnitt

Sollte ein Rückschnitt oder Formschnitt nötig werden, dann am Besten gleich nach der ersten Ernte mit gleichzeitiger Flüssigdüngung um noch einen kurzbuschigen Austrieb zu erreichen. Später die Triebspitzen nicht mehr kürzen, denn im letzten Drittel der jungen Triebe sind die Fruchtansätze für die nächste Sommerernte angelegt.

Hier können Sie sich das Pflegeblatt downloaden: Seite 1 >> und Seite 2 >>

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