
Bioturbator - Funktionsweise
Der Bioturbator arbeitet mit 5 bis 8 bar Druckluft. Die Luft wird stoßweise und / oder kontinuierlich eingebracht. Es können wässerige Lösungen eingesprüht oder eingespült werden.Während eines Arbeitsvorganges kann zwischen Blasen, Sprühen und Spülen kontinuierlich variiert werden. Dies garantiert die optimale bodenorientierte Nutzung des Bioturbator-Systems. Die Beschädigung an Versorgungsleitungen oder Wurzeln ist ausgeschlossen, da die Sonde von Hand in den Boden geführt wird.
Durch die gleichmäßige Einströmung von Luft oder Wasser bzw. auch beide Komponenten wird der verdichtete Boden mit Druckluft aufgepumpt. Das hat eine ähnliche Wirkung wie ein Luftballon im Boden. Dabei heben sich die Bodenschichten, der Boden wird von einer Tiefe von 80 cm sichtbar nach oben gedrückt. Durch dieses Heben und Senken bei gleichzeitiger Einströmung der Sanierungslösung ergibt sich im Boden eine horizontale Vernetzung zwischen den Einstichlöchern. Die Bodenstruktur wird locker, der Sauerstoff im Boden kann wieder zirkulieren. Durch die Nährlösung mit Alginate versetzt, entwickeln sich wieder Bodenlebewesen und neues Wurzelwachstum.
Das Bioturbatorverfahren ist für die Lockerung mit gleichzeitger Düngung, im Baumbestand, in Pflanzungen und verdichteten Rasenflächen das geeigneteste Verfahren. Die Vernetzung zwischen den Einstichen und die daraus resultierende bessere Lockerzung in der horizontalen Bodenfläche hat den Vorteil, dass die Nährstoffe und der Sauerstoff bis an den Faserwurzelbereich gelngen, ohne die Wurzen dadurch zu zerstören bzw. zu verletzen.
Das Bioturbator- Gerät kann bis zu 80 m vom Einsatzort wegstehen. Bis zum Aufstellort sollte die Zufahrt für das Gerät mit Zubehör ca. 3m breit und befahrbar sein. Vom Aufstellort des Gerätes bis zum Anwendungspunkt wird eine flexible Wasserleitung und eine Luftdruckleitung verlegt.
Die Einstichsonde hat zwei Eingänge einen für Wasser bzw. Nährlösung und einen Luftdruckanschluss. Bei stark steinigen, verdichteten Böden muss vorgebohrt werden. Die Bohrergröße entspricht der Größe des Sondendurchmessers von ca. 1 cm Dicke. Das Bioturbator-Verfahren wird in verdichteten Vegetationsflächen am meisten angewendet und kann universell, sogar unter Pflaster-, Platten- und Asphaltbelägen, eingesetzt werden.
"Wir packen das Problem an der Wurzel!"
Bilder: Versuche in der Akademie Landschaftsbau Weihenstephan Freising







