
Tipps von unserem Fachmann:
Ob Sie von Hand oder automatisch Wässern, ein paar Tipps helfen Ihnen bei der richtigen Bewässerung:
Das Wasser und die Nährstoffe werden über die Spitzen der Faserwurzeln aufgenommen. Diese Wurzeln befinden sich bei Bäumen hauptsächlich bis einer Tiefe von 80 - 100 cm. Unter dem äußeren Baumkronenbereich sind die Faserwurzeln am meisten vertreten, denn dort fließt auch der Regen über das Blätterdach der Bäume ab. Deshalb sollte nicht der Stamm, sondern hauptsächlich die Kronentraufe gewässert werden. Das gilt auch für Sträucher und Hecken.
Pflanzen in Kübeln müssen häufiger gewässert werden. Hier gilt die Regel: Je kleiner umso öfters. Achten Sie darauf, dass der Ablauf offen ist, denn Staunässe vertragen die wenigsten Pflanzen.
Am sinnvollsten ist das Wässern in den Morgenstunden, hier gibt die geringste Verdunstung.
Wässern Sie an heißen sonnigen Tagen nicht tagsüber, da die Tropfen auf den Blättern wie ein Brennglas wirken und Schäden an den Blattoberflächen verursachen können.
Wässern am Abend ist ungünstig für Rasenflächen, da diese abends nicht schnell genug abtrocknen können. Pilzkrankheiten wären die Folge.
Das Gießwasser sollte immer durchdringend unter die Grasnarbe und tief in das Wurzelreich eindringen. Nicht die Anzahl der Wassergänge ist entscheidend, sondern die Eindringtiefe. Gießen Sie bei Trockenheit lieber ein paar Tage nicht, um dann kräftig und durchdringend zu wässern. Bei nicht durchdringenden Bewässern bleibt das Wasser in den obersten 1-2 cm. Tiefer liegene Wurzeln, der Rest, (das ist die Mehrzahl) verkümmert und stirbt ab. Neue Wurzeln bilden sich dann nur an der Oberfläche, so dass der Rasen verfilzt.
Die Regel ist: bei Rasen ca. Gießwasser 25-30 Liter pro m², bei Gehölzen und Hecken 50 Liter Gießwasser pro m oder Stück. Bei Bäumen ca. 150-200 Liter Gießwasser je nach Größe.
Bedenken Sie durstige Pflanzen stehen unter Stress, sind nicht wiederstandfähig genug gegenüber Schädlingen und schnell Opfer von Krankheiten.



