Krankheiten müssen behandelt werden

Wenn Sie feststellen, daß einer Ihrer Koi krank ist, sollten Sie einen Fachmann um Rat fragen.

Der Spezalist: Dr. Werner Hoedt

Unsere Fische werden von Dr. med. vet. Werner Hoedt tierärztlich betreut. Durch laufende Untersuchungen und optimale Quarantäne haben Sie die Gewährleistung, dass unsere Koi gesund sind. Dadurch können wir mit fast 100%iger Sicherheit den Koi-Herpes-Virus ausschließen. Die Gesundheit der Tiere und den Tiersschutz sehen wir als unsere Qualität und Verantwortung für eine artgerechte Haltung.

Sie erreichen Dr. Hoedt:  Kellerstr. 16a, D- 83022 Rosenheim
Telefon: 08031/37146, Notruf: 0179/7064672

Koi-Herpes-Virus

Das Koi-Herpes-Virus ist der Erreger der Koi-Seuche und befällt Koi und Nutzkarpfen. Insbesondere während der warmen Jahreszeit und einer Wassertemperatur von über 20°C treten die meisten Infektionen auf. Die Inkubationszeit beträgt ca. 7-10 Tage. Die äußeren Symptome wie

  • Schnappatmung
  • lethargisches Schwimmen
  • erhöhte Schleimabsonderung

gehen in der Regel mit einer Verweigerung der Nahrungsaufnahme einher. Die inneren Organe wie Kiemen, Nieren, Leber und Milz zeigen eindeutige herdförmige Nekrosen. Für 70-100% der infizierten Fische verläuft die Krankheit innerhalb kürzester Zeit tödlich.

Wie die meisten Viren, wird auch das Koi-Herpesvirus durch direkten Kontakt übertragen.
Dies können die Fische selbst sein über Hautkontakt und Kiemenausscheidungen, Wasser (z. B. Transportwasser) oder sonstige Flüssigkeiten die Kontakt zu infizierten Fischen hatten. Das Hantieren im Wasser mit den Händen, oder Arbeiten mit Gegenständen wie Keschern, Netzen oder Kontakt mit dem Schuhwerk reichen bereits aus, um das Virus zu übertragen. Wasservögel können ebenfalls das Virus ins Wasser einbringen, obwohl das Virus nicht länger als zwei Stunden außerhalb seines Lebensraumes überlebt. Vor allem Kormorane werden für die Verbreitung verantwortlich gemacht. Ohne einen empfänglichen Fisch als Wirt überlebt das Virus maximal 14 Tage im Wasser. In den meisten Fällen wird das Virus durch Neuzugänge von Fischen in den Bestand verschleppt.

Untersuchungen von Fischen auf Krankheiten werden üblicherweise in Zellkulturen nachgewiesen. Beim Koi-Herpesvirus ist diese Methode nur bedingt einsetzbar. Unterschiedliche Merkmale sowie die Wandlungsfähigkeit des Virus führen trotz genau definierter Zelllinien zu ungenauen oder falschen Ergebnissen. Die Polymerasekettenreaktion (PCR) besitzt eine größere Empfindlichkeit. Hierzu werden Bruchstücke des Virusgenoms molekularbiologisch im Test nachgewiesen. Die Kombination dieser Untersuchung mit der klinischen Begutachtung lässt eine Aussage über ein mögliches Vorhandensein des Virus zu. Bei einem negativen Ergebnis bietet aber auch diese Methode keine 100%-ige Sicherheit.

Ein weiteres Nachweisverfahren ist der sogenannte LAMP-Test (Loop-Mediated Isothermal Amplification).  Da der negative Nachweis eine Infektion nicht ausschließt, sollte bei toten Tieren eine Organprobe aus Kiemen, Leber, Nieren, der Milz und dem Gehirn entnommen werden und diese, nach den Anforderungen des Testlabors, zur Untersuchung gelangen.