Meine Kastanie ist befallen. Was tun gegen die Kastanienminiermotte

Der Befall mit der Rosskastanienminiermotte ist in den letzten Jahren in Brandenburg sehr stark und hat dort, wo keine Gegenmaßnahmen durchgeführt wurden, das Laub der weiß blühenden Rosskastanien bereits ab Mitte Juli nahezu vollständig zerstört.

Darüber informiert der Pflanzenschutzdienst des Landesamts für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung. Die Trockenheiten im Juli und September hat die Blattschäden noch verstärkt. Immerhin: An Standorten, an denen im Herbst im vergangenen Jahr das Laub gezielt entfernt wurde, blieben die grünen Laubblätter bis in den Herbst hinein weitgehend funktionsfähig erhalten.

Wirkungsvolle Gegenmaßnahmen

Die geschädigten Blätter, enthalten in großer Anzahl Puppen der Miniermotte, aus denen im kommenden Frühjahr die neue Faltergeneration schlüpfen wird. Deshalb wird dringend empfohlen, das abgefallene Laub der Rosskastanien laufend und gründlich aufzunehmen und zu beseitigen. Diese Laubbeseitigung wirkt nachweislich ebenso effektiv wie eine Behandlung mit einem hierfür zugelassenen Pflanzenschutzmittel. Die Wirksamkeit kann bis zum Ende der Vegetationszeit anhalten.

Fachleute aller europäischen Länder sind sich darin einig, dass die Beseitigung des Laubes mit den darin enthaltenen Mottenpuppen die einzige unbegrenzt und unbedenklich einsetzbare Gegenmaßnahme zur Einschränkung der Schäden durch dieses Insekt ist.

Wohin mit dem Laub?
Wichtig ist, dass alle abgefallenen Kastanienblätter im Umkreis von 300 Metern bis spätestens vor dem erneuten Austrieb der Bäume aufgenommen und abtransportiert werden. Die Art der Vernichtung der im Laub vorhandenen Puppen ist von zweitrangiger Bedeutung. Es reicht bereits ein Deponieren mit Ãœberschichtung durch Hausmüll oder anderes dicht abschließendes Material aus, um die in den Blättern enthaltenen Motten am Ausschlüpfen zu hindern.

Zur Abtötung der Mottenpuppen im Falllaub reicht eine Kompostierung, möglichst in Großanlagen mit Temperaturen über 40 Grad Celsius und gründlicher Verrottung in allen Teilen aus.

Für Laubaufnahme, Abtransport und Abnahme des Laubes ist jeder Besitzer befallener Bäume selbst verantwortlich. Hierfür gibt es nach dem Pflanzenschutzgesetz keine Vorschriften.gin der Blumen in voller Blüte steht.