Wir sind dabei!

Wir freuen uns, dass der Callwey Verlag ein Projekt, welches wir planten und bauten in sein neues Buch "Gärten des Jahres" aufgenommen hat.

"Minimalismus als Gestaltungsprinzip"

Einfache & klare Architektur, Bademöglichkeit ohne mit Chemie aufbereitetem Wasser, pflegeleicht und geringe Unterhaltskosten, das waren die Wünsche des Bauherren für die Umgestaltung des bestehenden Gartens. Wendelin Jehle, Landschaftsgärtnermeister und qualifizierter Schwimmteichbauer setzte diese Bauherrenforderungen mit dem Fachkompetenten Schleitzer Gärtner von Eden Team zur vollsten Zufriedenheit der Bauherrschaft um. 

Pool- und Loungebereich erstrecken sich als direkte Verlängerung des modernen Baukörpers tief in den Garten hinein. Aus dem Wohnraum heraus ergibt sich eine lange Sichtachse über die Terrasse und die glitzernde Wasserfläche des Living-Pools hinweg, zu den kubisch geschnittenen Hainbuchen- Hochstämmen als Sichtschutz zum Nachbargebäude.
 
Der Bauherr wünschte sich eine Bade-und Schwimmmöglichkeit mit natürlicher vollbiologischer Wasseraufbereitung. Deshalb wurde die erprobte Bauweise des Living-Poolsl nach dem System Biotop verwirklicht. Die Beckenlänge von 10 m lädt zum Sprung ins kühle Nass ein. Unterwasserstrahler machen das Schwimmen auch in den Abend- und Nachtstunden zum Erlebnis. Das Schwimmbecken und das biologisch aktive Pflanzenbecken wurden klar voneinander getrennt. Der Living Pool wird durch Natursteinplatten aus Basalt 'Puma Block G684' eingerahmt.

Die beiden Terrassen wurden wieder mit dem bauseits vorhandenen Bangkirai-Holz erstellt. Die Teichtechnik wurde unter dem Holzdeck versteckt. Ein Teichroboter reinigt den Beckenboden von Ablagerungen, die anschließende große Rasenfläche wird vom Roboter gemäht,.

Die Beschränkung auf Minimalismus zieht sich auch in den Pflanzbereich hinein. Statt großer und bunter Pflanzenvielfalt, erlebt man auch hier klare gerade Abgrenzungen in einer strukturierten Bepflanzung. Den Blick auf sich ziehen 4 in Kastenform geschnittene Hainbuchen, die zugleich auch als Sichtschutz dienen, ein weiß blühender Hortensien-Hain mit der Hydrangea aborescens ‚Annabelle' hebt sich durch ihre hellgrünen Blätter vor der dunkelgrünen Kirschlorbeer Hecke an der Grenze zum Nachbargrundstück ab. Die Farbgebung das Weiß der Fassade, das Weiß der Terrassenmöbel und die weißen Ähren des Chinaschilfs, die anthrazit farbigen Natursteinflächen um den Pool, das Grün der Rasenfläche mit dem unterschiedlichen Grüntönen der Solitär Gräser und Bäume, bringt Kontrast, Leichtigkeit, Bewegung mit einem Stück Extravaganz in diesen Garten.

Ein Platz für die Sinne bietet der Grillplatz mit Feuerschale, etwas abseits von der großen Terrasse direkt nach dem Gartenhaus, das Windgeschütze Fleckchen bringt magische Stimmung durch das Schauspiel von Feuer am Wasser, durch die Licht-Illumination leuchten die Bäume in den Abendstunden.     

Vielen Dank den Bauherren für die sehr gute Zusammenarbeit!

Auszug aus dem Buch


Gärten des Jahres 2017

Das Schöne ist nie eine Frage des Geldes. Oder: Was ist ein Garten? Was sind die aktuellen Trends in der privaten Gartenkultur? Gibt es in Privatgärten vielleicht schon Anzeichen auf zukünftige Entwicklungen hinsichtlich der Gestaltung, der Materialwahl oder der Pflanzenverwendung? Sind Problemlösungen zu aktuellen ökologischen Fragen erkennbar, beispielsweise dem Umgang mit Ressourcen oder der Vermeidung von Eingriffen in sensiblen Landschaftsbereichen?

Diese Fragen stellte sich im Juli 2016 unter anderem auch die Jury bei der intensiven Begutachtung und Auswahl der 50 besten Privatgärten 2017 aus dem deutschsprachigen Raum. Rund 100 Gartenprojekte sind von Landschaftsarchitekten und Betrieben des Garten- und Landschaftsbaus  zum Wettbewerb eingereicht worden, der 2016 zum zweiten Mal vom Callwey Verlag und seinen Partnern ausgelobt worden war. Da die Wettbewerbsauslobung bewusst keine einschränkenden Vorgaben hinsichtlich der Größe, Lage oder der Gartenstile gemacht hatte, wurde eine große Bandbreite von unterschiedlichen Gartentypen eingereicht. Das Buch  dokumentiert unter dem Titel Gärten des Jahres 2017 die Auswahl der 50 besten Gärten, die auch in der gleichnamigen Ausstellung zu sehen sind.


Fakten zum Wettbewerb:

Der Callwey Verlag und Garten + Landschaft lobten zum zweiten Mal gemeinsam mit ihren Partnern, Mein schöner Garten, BGL Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.?V., bdla Bund Deutscher Landschaftsarchitekten,DGGL Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V., KANN GmbH Baustoffwerke, Hofquartier und Schloss Dyck, den Wettbewerb GÄRTEN DES JAHRES aus und suchten die besten von Landschaftsarchitekten?/?Garten- und Landschaftsbauern gestalteten Privatgärten im deutschsprachigen Raum. Die Jury erkor 50 Projekte. Dabei wurde Wert auf ganzheitliche Konzepte gelegt, die den Garten auf individuelle Weise zum erweiterten Wohn- und Genussraum des Nutzers werden lassen. Es sollte eine starke Idee dahinterstecken, der sich Pflanzen, Materialien, Produkte etc. unterordnen. Das Buch zum Wettbewerb präsentiert diese 50
besten Gärten – mit zahlreichen Fotos, Plänen und Projektbeschreibungen aus der Feder von Konstanze Neubauer. Mely Kiyak, Journalistin des Jahres 2014 und Gartenbeobachterin, verfasste die Einleitung „Das Schöne ist nie eine Frage des Geldes. Oder: Was ist ein Garten?“

Die Jury

Tanja Braemer (Chefredakteurin Garten + Landschaft), August Forster (Präsident des BGL), Andreas Heidrich (Büro Orel + Heidrich, Sieger 2016), Andrea Kögel (Chefredakteurin „Mein schöner Garten“), Konstanze Neubauer (Autorin), Jens Spanjer (Präsident DGGL), Frank Wollmann (Kann GmbH Baustoffwerke).
Alle 50 Arbeiten präsentiert Schloss Dyck (Jüchen) vom 9. Februar bis 7. April 2017 in einer Ausstellung.

Die Autoren

Mely Kiyak ist Publizistin und Autorin mehrerer Bücher. Ihre Essays, Analysen und Feuilletons erscheinen regelmäßig in deutschsprachigen Medien wie "Die Zeit", "Deutschlandradio Kultur" u.a. Für "Zeit Online" schreibt sie die wöchentliche Kolumne "Kiyaks Deutschstunde". 2011 erschien "Ein Garten liegt verschwiegen ... Von Nonnen und Beeten, Natur und Klausur". Zudem schrieb sie viele Jahre für die älteste deutsch-sprachige Gartenzeitschrift für biologischen Gartenbau "Winke". Mely Kiyak wurde für ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet. Für dieses Buch hat sie die Einleitung verfasst.

Konstanze Neubauer, gelernte Geografin und Landschaftsökologin, ist als freie Journalistin und Autorin für verschiedene Fachzeitschriften und Buchverlage rund um die Themen Garten und Natur tätig. Im Callwey Verlag ist von ihr das Buch „Gartenschätze in Bayern“ erschienen.


Mely Kiyak / Konstanze Neubauer
Gärten des Jahres
Die 50 besten Privatgärten 2017
2017. 272 Seiten, 456 farbige Abbildungen und Pläne
23 x 29,7 cm, gebunden mit Schutzumschlag
€ [D] 59,95; € [A] 61,70; sFr. 79,00
ISBN 978-3-7667-2252-2

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